Arm Aiming oder Wrist Aiming?

Beim Wrist Aiming bewegst du die Maus, indem du das Handgelenk abwinkelst, während der Unterarm liegen bleibt; beim Arm Aiming schiebst du den ganzen Unterarm, bewegt aus Ellbogen und Schulter. Was du brauchst, hängt vor allem von deiner Empfindlichkeit ab: Je weiter die Maus für eine volle Drehung im Spiel wandert (dein cm/360-Wert), desto mehr von jeder Drehung muss aus dem Arm kommen. Du musst dich nicht entscheiden: Nimm den Arm für große Drehungen und das Handgelenk für die kleine Korrektur am Ende.

Wie weit dreht dich dein Handgelenk allein?

Das sind Beispielwerte: Überschreib sie mit deinen eigenen.

So weit dreht dich ein Schwung aus dem Handgelenk 82°

Weniger als eine Vierteldrehung. Eine 90°-Drehung braucht 8,8 cm Mausweg: Große Drehungen brauchen deinen Arm, das Handgelenk macht die letzte Korrektur.

8 cm ÷ 35 cm × 360° = 82°. Bei dieser Einstellung dreht 1 mm Mausweg die Sicht um 1,03°.

Von oben gesehen, geradeaus ist oben: Der Kreis ist eine volle Drehung im Spiel, das farbige Stück zeigt, wie weit dich ein Schwung aus dem Handgelenk dreht.

Miss den Weg deines Handgelenks

  1. Leg den Unterarm so auf den Tisch, wie er beim Spielen liegt, die Maus in der Mitte des Pads.
  2. Halte den Unterarm still und bewege die Maus nur mit dem Handgelenk so weit nach links, wie es locker geht. Markiere die Stelle oder lies sie an einem Lineal ab.
  3. Bewege sie so weit nach rechts, wie es locker geht, und markiere wieder. Der Abstand zwischen den Markierungen ist der Weg deines Handgelenks. Die Drehung oben gilt für diesen ganzen Weg; ein Flick aus der Ruhelage nutzt nur den Teil auf einer Seite, etwa die Hälfte.
  4. Du kennst deinen cm/360-Wert nicht? Auch den findest du mit einem Lineal: Miss deine Drehung von Hand.

Wrist Aiming: Zielen aus dem Handgelenk

Der Unterarm liegt auf dem Tisch, das Handgelenk schwenkt die Maus von Seite zu Seite, und die Finger geben die kleinsten Korrekturen. Kurze Bewegungen starten und stoppen schnell und brauchen wenig Platz auf dem Tisch. Für große Drehungen aus dem Handgelenk brauchst du aber eine höhere Empfindlichkeit, und dann dreht auch jedes kleine Zittern der Hand die Sicht weiter: Bei 20 cm pro voller Drehung dreht dich 1 mm Mausweg um 1,8°, bei 40 cm um 0,9°.

Arm Aiming: Zielen aus dem Arm

Der Unterarm gleitet über das Pad, bewegt aus Ellbogen und Schulter, und das Handgelenk bleibt ziemlich gerade. Weil der Arm mehr Weg schafft, kannst du mit niedrigerer Empfindlichkeit spielen, sodass ein kleiner Ausrutscher der Hand die Sicht weniger dreht: Das hilft, wenn du einem bewegten Ziel folgst oder einen Winkel hältst. Dafür brauchst du Platz: ein Pad, das breit genug für deinen längsten Schwung ist, und Raum, damit sich der Ellbogen bewegen kann.

Beides zusammen

Die meisten Gefechte mischen große und kleine Bewegungen. Ist ein Ziel weit von deinem Fadenkreuz entfernt, lass den Arm die Maus den größten Teil des Weges tragen und korrigiere mit dem Handgelenk; ist es nah dran, reicht das Handgelenk allein. Den Wechsel vom einen zum anderen übst du mit der Flick-Übung im 3D Aim Trainer und mit Target Switching.

Was du nehmen solltest

Schone deine Hand

Die US-Arbeitsschutzbehörde OSHA rät, die Handgelenke gerade und in einer Linie mit den Unterarmen zu halten. Beim Wrist Aiming winkelst du das Handgelenk aber zwangsläufig zur Seite ab, also bleib bei jedem Schwung in dem Bereich, der sich locker anfühlt, statt bis an die Grenze zu gehen. Stell die Maus nah an die Tastatur, damit du nicht nach ihr greifen musst, und leg Unterarm oder Handgelenk nicht auf eine harte Tischkante: Der Druck kann Nerven reizen, sodass die Finger kribbeln oder taub werden. Mach jede Stunde fünf Minuten Pause. Wenn Schmerzen immer wiederkommen, hör auf und geh zu einer Ärztin, einem Arzt oder in die Physiotherapie, statt weiterzuspielen.

Die Drehung ist unsere eigene Rechnung aus den zwei Zahlen, die du eingibst. Ergonomie: US Occupational Safety and Health Administration (englisch), Computer Workstations eTool: Keyboards.