Tastaturlayouts im Vergleich: QWERTY, Dvorak, Colemak, AZERTY und QWERTZ

QWERTY ist das Standardlayout für Englisch, benannt nach den ersten sechs Buchstaben der oberen Buchstabenreihe. Dvorak aus dem Jahr 1936 legt die Vokale und die häufigsten Konsonanten auf die Grundreihe, auf der deine Finger ruhen. Colemak aus dem Jahr 2006 verschiebt 17 Tasten und lässt Z, X, C und V, die Tasten der gängigen Tastenkürzel, an ihrem Platz. AZERTY und QWERTZ sind die französische und die deutsche Variante von QWERTY. Ein Layout, auch Tastaturbelegung genannt, ist eine Einstellung im System; du kannst also jedes davon auf deiner vorhandenen Tastatur ausprobieren.

QWERTY 35 % der Buchstaben auf der Grundreihe

Dvorak 71 % der Buchstaben auf der Grundreihe

Colemak 74 % der Buchstaben auf der Grundreihe

Jedes Layout auf einer US-Tastatur gezeichnet. Die Grundreihe ist umrandet; Tasten, die von QWERTY abweichen, sind hervorgehoben. Der Anteil der Buchstaben ist aus den 4.529 Buchstaben der englischen Alltagstexte unseres Tipptests gezählt.
QWERTY, Dvorak und Colemak im Vergleich
LayoutEntstandenBuchstaben auf der GrundreiheGegenüber QWERTY verschobene TastenZ, X, C und V
QWERTY1870er-Jahre, für die Schreibmaschinen von Christopher Latham Sholes35 %0Am selben Platz wie bei QWERTY
Dvorak1936, von August Dvorak und William Dealey71 %33Verschoben
Colemak2006, von Shai Coleman74 %17Am selben Platz wie bei QWERTY

Ist Dvorak oder Colemak schneller?

Ob eines der beiden schneller ist, ist umstritten. Dvoraks eigene Studien sprachen für sein Layout; eine Studie von 1956 im Auftrag der US-Regierung kam zu dem Ergebnis, dass sich das Umschulen erfahrener Schreibkräfte nicht bezahlt machte, und spätere Auswertungen fanden die Belege in beide Richtungen dünn. Klarer ist, was die Zeichnung zeigt: Bei beiden bleiben deine Finger viel öfter auf der Grundreihe als bei QWERTY, und viele, die umsteigen, sagen, dass sich das Tippen für die Hände leichter anfühlt.

Der Preis ist der Umstieg selbst. Rechne damit, in den ersten Wochen deutlich langsamer zu tippen, bis die neuen Positionen sitzen, und etwas von deinem QWERTY-Tempo zu verlieren, wenn du es nicht mehr nutzt. Colemak ist der sanftere Wechsel, weil die meisten Tasten und die Tastenkürzel bleiben, wo sie sind; Dvorak verschiebt fast alles. Colemak macht außerdem aus der Feststelltaste eine zweite Rücktaste.

AZERTY und QWERTZ

In Frankreich und Belgien tippt man auf AZERTY: A und Q sowie Z und W sind vertauscht, M sitzt auf der Grundreihe, und auf der Zahlenreihe liegen Buchstaben mit Akzent, sodass du für die Ziffern die Umschalttaste brauchst. Deutschland, Österreich, die Schweiz und große Teile Mitteleuropas tippen auf QWERTZ, das Y und Z vertauscht und Ü, Ö, Ä und ß ergänzt (Schweizer Tastaturen haben kein ß, dafür liegen é, è und à mit auf den Umlauttasten). Beide werden vor allem in der ISO-Bauform verkauft, mit der zusätzlichen Taste neben der linken Umschalttaste.

AZERTY Frankreich und Belgien

QWERTZ Deutschland, Österreich, Schweiz

Französisches AZERTY und deutsches QWERTZ, wie auf französischen und deutschen Tastaturen aufgedruckt; hervorgehoben sind die Buchstabentasten, die von US-QWERTY abweichen.

Layout wechseln

Spiele nach dem Wechsel

Manche Spiele belegen Tasten nach ihrer Position, sodass W, A, S und D bei jedem Layout unter deinen Fingern bleiben; andere belegen sie nach dem Buchstaben, dann landet die Bewegung auf anderen Tasten. Prüf nach dem Wechsel die Steuerungseinstellungen deines Spiels und halte ein QWERTY-Layout bereit, zu dem du per Tastenkürzel wechseln kannst, falls ein Spiel darauf besteht.

Probier ein Layout hier aus

Der Tipptest liest die Zeichen, die dein Layout tippt, und misst dein Tempo daher mit jedem davon. Der Tastaturtest zeichnet deine Tasten mit den Buchstaben deines Layouts; so prüfst du schnell, ob der Wechsel geklappt hat. Unsere Lektionen fürs Zehnfingersystem (auf Englisch) üben QWERTY.

Tipptest

Das Layout ist nicht die Bauform der Tastatur: Sieh dir ANSI- und ISO-Tastaturen im Vergleich an.